Unterlagen · 5 minutes
Unterlagen für den Verkauf: Die Liste für Wohnung und Haus in Hamburg
Welche Dokumente Käufer und Banken sehen wollen, wo Sie sie in Hamburg bekommen und was der Energieausweis kostet. Wer diese Liste vor der Veröffentlichung abarbeitet, spart Wochen.
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Die häufigste Verzögerung im Verkauf entsteht nicht bei der Käufersuche, sondern bei den Unterlagen. Der Interessent ist da, die Bank will die Teilungserklärung, und die Hausverwaltung braucht drei Wochen. Deshalb: erst die Liste, dann die Veröffentlichung.
Für jede Immobilie
Grundbuchauszug, nicht älter als drei Monate. Sie erhalten ihn beim Grundbuchamt des Amtsgerichts Hamburg, online über das Grundbuchportal oder über den Notar. Er zeigt Eigentümer, Grundschulden, Wegerechte und Vormerkungen.
Grundrisse und Wohnflächenberechnung. Alte Grundrisse aus der Bauakte reichen für das Exposé, wenn sie den aktuellen Zustand zeigen. Bei Umbauten muss die Wohnfläche neu gerechnet werden, nach der Wohnflächenverordnung, Balkone in der Regel zu einem Viertel.
Energieausweis. Seit 2014 muss er spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden, und die Kennwerte gehören in die Anzeige. Ein Verbrauchsausweis kostet 50 bis 100 Euro und reicht bei Gebäuden mit mindestens fünf Wohnungen oder Bauantrag nach November 1977. Ältere Gebäude mit bis zu vier Wohnungen brauchen einen Bedarfsausweis, 300 bis 500 Euro, für den ein Energieberater das Gebäude aufnimmt. Der Ausweis gilt zehn Jahre.
Nachweise über Modernisierungen: Rechnungen für Heizung, Fenster, Dach, Bad, Elektrik, mit Jahr. Käufer und Banken bewerten damit den Zustand, und die Kosten erhöhen bei einem steuerpflichtigen Verkauf Ihre Anschaffungskosten.
Für Eigentumswohnungen
Teilungserklärung mit Aufteilungsplan und Gemeinschaftsordnung. Sie regelt, was zur Wohnung gehört, welche Sondernutzungsrechte bestehen und wie abgestimmt wird. Banken verlangen sie vor jeder Finanzierungszusage.
Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen, aktueller Wirtschaftsplan, die letzten zwei Jahresabrechnungen, Höhe der Instandhaltungsrücklage und die Beschlusssammlung. Daraus lesen Käufer, ob Sanierungen anstehen, ob es Streit gibt und ob Sonderumlagen drohen. All das kommt von der Hausverwaltung, die dafür oft drei bis vier Wochen und eine Gebühr braucht. Früh anfragen.
Hausgeldabrechnung mit Aufteilung in umlagefähige und nicht umlagefähige Kosten, wichtig für Anleger.
Für Häuser
Bauakte mit Baugenehmigung, Baubeschreibung und Statik. Sie liegt beim Bezirksamt, Bauprüfabteilung, und kann als Eigentümer eingesehen und kopiert werden. Fehlt eine Genehmigung für einen Anbau oder Dachausbau, muss das im Exposé stehen.
Amtlicher Lageplan und Flurkarte vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Hamburg. Baulastenauskunft vom Bezirksamt, sie zeigt, ob das Grundstück Verpflichtungen zugunsten von Nachbarn trägt. Altlastenauskunft aus dem Bodenschutzkataster der Umweltbehörde. Erschließungsbeitragsbescheinigung, die bestätigt, dass keine Beiträge für Straße und Kanal mehr offen sind.
Bei Häusern unter Denkmalschutz der Bescheid des Denkmalschutzamts. Bei Erbpacht der Erbbaurechtsvertrag mit Laufzeit und Erbbauzins.
Bei vermieteten Objekten
Mietvertrag mit allen Nachträgen, Nachweis der Kaution, letzte Nebenkostenabrechnung, Mieterhöhungsschreiben, Mietenspiegel-Einordnung. Bei Mehrfamilienhäusern eine Mieterliste mit Wohnung, Fläche, Miete, Mietbeginn.
Was wir übernehmen
Mit einer Vollmacht besorgen wir Grundbuchauszug, Bauakte, Lageplan, Baulasten- und Altlastenauskunft und die Verwalterunterlagen, und wir beauftragen den Energieausweis. Sie sammeln, was Sie zu Hause haben, den Rest erledigen wir, bevor das Objekt online geht.
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