Home Staging · 4 Minuten

Home Staging: Wann es sich lohnt und wann nicht

Leer oder eingerichtet, virtuell oder real: Was Staging am Preis und an der Vermarktungsdauer ändert, mit Beispielen aus Hamburg.

Home Staging heißt, eine Immobilie für den Verkauf so herzurichten, dass Käufer sich darin sehen. Das reicht vom Aufräumen und Ausleuchten über gemietete Möbel bis zur virtuellen Einrichtung leerer Räume am Computer. Die Frage ist nicht, ob Staging wirkt, sondern welche Form sich bei Ihrem Objekt rechnet.

Leer verkauft sich schwer

Ein leerer Raum wirkt kleiner, als er ist, und Käufer können ihn schlecht einschätzen: Passt das Sofa? Wo steht das Bett? Bei Besichtigungen leerer Wohnungen hören wir oft „irgendwie kalt“, obwohl die Wohnung objektiv gut ist. Die Einrichtung gibt dem Raum einen Maßstab.

Virtuelles Staging

Bei leeren Objekten ist virtuelles Staging die günstigste Lösung: Aus dem Originalfoto entsteht am Rechner ein eingerichteter Raum. Kosten je Bild im zweistelligen Bereich, Wirkung im Exposé erheblich. Wichtig: Das Originalfoto gehört daneben, und die Bilder müssen als virtuell eingerichtet gekennzeichnet sein. Wer das verschweigt, verliert bei der Besichtigung Vertrauen.

Reales Staging

Gemietete Möbel und Dekoration für die Dauer der Vermarktung. Lohnt sich bei hochpreisigen Objekten, bei denen Besichtigungen den Ausschlag geben, und bei Objekten, die lange leer stehen. Kosten im vierstelligen Bereich; bei einem Kaufpreis über einer Million relativieren sich diese schnell, wenn dadurch zwei Wochen Vermarktungszeit und eine Preisverhandlung gespart werden.

Bewohnt: Aufräumen reicht oft

Bei bewohnten Objekten ist das größte Staging das Weglassen: persönliche Fotos, volle Ablagen, Möbel, die den Weg versperren. Ein neutraler, heller Raum mit wenigen Möbeln fotografiert sich besser als ein voller. Das kostet nichts außer einen Nachmittag.

Wann es sich nicht lohnt

Bei Objekten mit erheblichem Sanierungsbedarf, die ohnehin an Käufer gehen, die alles neu machen. Hier täuscht Staging eher, als dass es hilft. Ehrliche Fotos und ein realistischer Preis sind dann die bessere Strategie.

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